Geologie

Vielversprechende seismische Untersuchungen

In den Jahren 2008 und 2009 hatte DEA seismische Messungen im Umfeld des Erdgasspeichers Inzenham-West nördlich von Rosenheim durchgeführt. Aus der intensiven Analyse der Seismikdaten ist ein neues, dreidimensionales Abbild des Untergrundes entwickelt worden, das den Erdgasspeicher und seine angrenzenden Bereiche darstellt. Mit dieser Ablenkung sollen bisher nicht erschlossene geologische Bereiche der Inzenham-Aufwölbung erschlossen und auf Erdgasführung untersucht werden.

 

Das dreidimensionale Abbild des Untergrundes deutet auf gasführende Schichten hin
Kurz erklärt: Seismische Messungen

Geologische Verhältnisse im Untergrund

Die Sandsteinschichten, in denen das Gas gespeichert ist, wurden in einem flachen Meeresbereich während des Miozäns (Aquitan) abgelagert. Diese etwa 22 Millionen Jahre alten Ablagerungen bildeten sich in einem Meeresbecken, das den Schutt der damals entstehenden Alpen sammelte (auch als Molasse bezeichnet). Die aus dem Süden herannahenden Alpen waren es auch, die durch den einengenden Druck eine in Ost-West-Richtung verlaufende Aufwölbung (Antiklinale) bildeten, in der sich das Gas sammeln konnte. Der Sandstein zeichnet sich durch optimale Porenzwischenräume aus, durch die das Erdgas fließen und ohne Stimulation gefördert werden kann.

Das Erdgas ist in den Porenzwischenräumen im Sandstein gespeichert

Zwischen den Sandsteinen lagerten sich Tonsteine ab, die die Sandsteine abdeckten und verhinderten, dass das Gas entwich. Eine besonders dicke Tonsteinschicht lagerte sich oberhalb der gasführenden Sandsteine ab und wird als Fischschiefer bezeichnet.