Umweltschutz und Sicherheit

Die Bohrung wird unter Berücksichtigung der in Deutschland festgesetzten hohen Maßstäben an Umweltschutz und Sicherheit durchgeführt. Bereits bei der Suche nach geeigneten Bohrplätzen spielen Umweltaspekte eine wesentliche Rolle und es werden umfangreiche naturschutzfachliche Unterlagen erstellt. Im Vorfeld der Arbeiten, bei der Planung sowie der Durchführung werden wir besondere Rücksicht auf naturschutzfachliche Belange nehmen und ein umfangreiches Monitoring durchführen. Einflussfaktoren wie beispielsweise die Lautstärke werden wir so gering wie möglich halten und unter die gesetzlichen Vorgaben absenken. Im Nachgang zu den Förderaktivitäten werden alle Anlagen vollständig rückgebaut und die Plätze wieder in einen naturnahen Zustand zurückgeführt.

Der Schutz des Trinkwassers hat die allerhöchste Priorität

Eine Beeinflussung des Grundwassers kann bei der von DEA angewandten Bohrtechnik ausgeschlossen werden. Die Bohrung Inzenham-West C5a wird aus einer bestehenden Bohrung in rund 120 Meter Tiefe abgelenkt. Aus diesem Grund müssen die süßwasserführenden Schichten nicht durchbohrt werden.

Bohrungsaufbau

Die Bohrung selbst wird mit unbedenklichen Stoffen durchgeführt, die auch im klassischen Brunnenbau für Trinkwasser zum Einsatz kommen. Es wird eine Mischung aus Ton und Salzwasser verwendet. Der Einsatz dieser Technik schließt jegliche negative Beeinflussung des Grundwassers aus.

Die sichere, mehrfache Verrohrung und Zementierung stellt eine Barriere dar, die hydraulisch dicht ist. Dies wird laufend überprüft. Nichts kann aus der Verrohrung nach außen dringen – und nichts hinein.

Entwässerung des Bohrplatzes

Eine weitere wesentliche Umweltschutzmaßnahme ist das sogenannte Bohrplatzentwässerungskonzept. Wir arbeiten auf einem flüssigkeitsdichten, betonierten Bohrplatz, der am Rand über eine Auffangrinne verfügt. Alle Niederschlagswässer und andere Stoffe und Flüssigkeiten werden aufgefangen und über zertifizierte Entsorger entsorgt.

Kein Einsatz des Fracking-Verfahrens

Es handelt sich bei der Bohrung um eine konventionelle Bohrung. Aufgrund des langjährigen sicheren Betriebs des Speichers Inzenham-West kennen wir die Beschaffenheit des Speichergesteins sehr genau. Es verfügt über eine gute Durchlässigkeit und ein Aufbrechen des Gesteins durch Fracking ist überflüssig, weil das Gas selbstständig durch die natürlich vorhandenen mikroskopisch kleinen Porenzwischenräume Richtung Bohrloch fließen kann. Aus diesen Gründen ist ein Frack weder geplant noch beantragt.

Geräuschemissionen

DEA wird Lärm wirksam und über die gesetzlichen Anforderungen hinaus verringern. Aus diesem Grund sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Errichtung einer Lärmschutzwand
  • Einhausung von lauten Anlagenteilen
  • Schallreduzierter Topdrive (Antrieb, der das Bohrgestänge in Rotation versetzt) durch Spezialgetriebe
  • Einsatz eines gummibeschichteten Unterbaus für das Rohrlager
  • Bei Bedarf Reduzierung der Bohrgeschwindigkeit
  • Ampelsystem zur Anzeige von Geräuschspitzen
  • Sensibilisierung der Bohrmannschaft und des Servicepersonals
  • Einhaltung der Geschwindigkeitslimits

Verkehr

Wir werden die LKW-Bewegungen auf das Notwendigste beschränken. Dennoch sind für den Aufbau der Schallschutzwand etwa 70 Transporte und zum Aufbau der Bohranlage rund 100 Transporte erforderlich. Wir können Nachttransporte aus heutiger Sicht nicht von vorneherein ausschließen, werden diese aber bereits in der Planung auf das Unvermeidbare reduzieren. Was die Fahrtzeiten betrifft, so kann die Anlieferung in der Regel im Zeitraum werktags 7-18 Uhr durchgeführt werden. Nachts und sonntags wird nicht aufgebaut.
 
Die Transporte werden entzerrt und „just in time“  durchgeführt. Zunächst fahren die LKW einen definierten Haltebereich an. Die Weiterfahrt zum Bohrplatz erfolgt nur nach telefonischer Rücksprache. Auf diese Weise werden ein geballtes LKW-Aufkommen und weitere Behinderungen auf der B15 verhindert.
 
Zusätzlich wurde zumindest während der Baustelleneinrichtung und -auflösung eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingerichtet.

Störfaktoren werden beseitigt

Sollten Sie sich durch die Arbeiten gestört fühlen, bitten wir um umgehende Meldung über das Kontaktformular oder um direkte Ansprache der DEA-Kontaktpersonen. Wir werden dann alles daran setzen, zeitnah Abhilfe zu schaffen.